26.02.2009

15. Februar 2009

Siebter Tag, ETMAL 94,3nm

Die letzte Nacht war eine „ruhige, unruhige“ Nacht. Eine „ruhige“ Nacht deshalb, weil Jockel die ganze Nacht gearbeitet hat. Es war wirklich entspannend. Die Nachtwachen beschränkten sich darauf, jede halbe Stunde einmal einen Rundblick zu machen um nach anderen Schiffen Ausschau zu halten. Wir sind hier außerhalb der Schifffahrtslinien und Fischer gibt es auch keine. Also alles ruhig. Ein Restrisiko bleibt allerdings immer.

Die „unruhige“ Nacht bestand darin dass der Kurs sehr „wacklig“ war. So mindestens drei mal die Minute lief ein „Querläufer“, eine nicht zu kleine Welle die quer zu der allgemeinen Richtung läuft, unter dem Schiff durch.Dann kommt man sich vor als säße man im inneren eines Perpendikels. Mal schaukelt man nach links und dann zurück und das alles nicht zu knapp. Ich segelte im Schlaf gleich drei mal von meiner Schlafbank im Salon auf den Boden. Das war nicht ganz so lustig. Also sagte ich mir, bevor mich die nächste Welle wieder auf den Boden schmeißt, lege ich mich doch gleich dorthin. Die Matratzen auf den Boden geworfen, drauf gelegt und weiter geschlafen. Wenn man fertig ist, dann schläft man in allen Stellungen und an allen Orten.

Etwas Unerfreuliches gab es dennoch. Als ich den Motor laufen ließ um „Strom zu machen“ habe ich nicht kontrolliert ob Wasser aus dem Auspuff kommt. Sprich: die Kühlung in Ordnung ist. Das war natürlich nicht der Fall. Es kam wie es kommen musste: der Motor kochte. War zwar ärgerlich aber nicht all zu schlimm. Motor abkühlen lassen, Wasser nachfüllen und alles war wieder ok. Das heißt nicht ganz. Es musste ja eine Ursache haben warum der Kühlwasserkreislauf nicht so funktioniert wie er soll. Der Fehler war schnell gefunden. Der Kreislauf hat Luft gezogen. Den Filter ausgebaut und die Dichtungen gereinigt dann war alles wieder ok.

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