30.03.2009

10. März 2009

Dreizehnter Tag auf See ETMAL 68,4nm

Der 13. verdient seinen Namen zu Recht. Jedenfalls was uns anbelangt. Als hätten sich die Filter abgesprochen wurde heute das zweite System auch undicht Also wie gehabt abtauchen in den Keller, Filtersystem ausbauen den Filter wechseln, neue Dichtungen einlegen und wieder einbauen. Und das wirklich im Schweiße meines Angesichts. Damit nicht genug, als wir mit Motor weiter fuhren, mangels Wind, stieg die Temperatur des Kühlwassers an. Keine Affäre, habe es in den Anfängen bereits bemerkt aber eben lästig. Dann zum Schluss gab es noch Probleme mit der Elektrik. Die Geräte schalteten sich ab oder meldeten zu wenig Batteriestrom. Das kann gar nicht sein denn wir motoren ja seit gestern und dabei werden die Batterien geladen. Den Fehler habe ich nicht gefunden ich hoffe dass das nicht noch mehr Probleme gibt in der Nacht oder so.

Die Nacht ist noch nicht zu Ende und das nächste (selbst gemachte) Problem ist da. Der Öldruck fängt plötzlich an zu spinnen. Das könnte gefährlich werden. Ich tauche sofort ab in den Keller und denke mir ich muss Öl nachfüllen und mache den Stutzen auf. Ich muss doch erst den Ölstand messen und dann nachfüllen. Man kann sehen wie fertig ich bin. Denken fällt auch schon schwer alleine wegen der Übermüdung. Also Öl kontrolliert, das ist aber in Ordnung. Dann am Öldruckgeber gewackelt der ziemlich unter den Bedingungen wie sie im Motorraum auf einem Schiff mal eben sind, sehr gelitten hat und deshalb sind die Kontakte auch angegammelt. Also etwas sauber gemacht und alles geht wieder. Motor an und alles ist ok. Denkste! Öldeckel nicht mehr aufgeschraubt. Nach einiger Zeit rieche ich heißes Motoröl. Diesen Geruch kenne ich von ganz früher als ich meine ersten gebrauchten Autos fuhr. Das bedeutet nichts Gutes. Motorraumdeckel auf und die Bescherung liegt vor mir. Das Öl ist aus dem Motor geschleudert worden und der ganze Motorraum schwimmt in Öl. Das sauber machen war die reinste Freude :-(. Aber sonst ist nichts passiert :-). Ehrlich gesagt das reicht aber auch für einen Tag.

weg-nach-brasilien-183.jpg

Wir wollten heute dem Äquator erheblich näher kommen aber durch diese Umstände konnten wir weder segeln noch richtig motoren. Also muss der Äquator nochmal einige Stunden länger auf uns warten.

Eine Seefahrt die ist lustig eine Seefahrt die ist schön… möchte wissen wer so was verzapft. In diesem Zusammenhang erinnere ich mich an Pete einem englischen Einhandsegler der seit 20 Jahren unterwegs ist und den ich in Lanzarote kennen gelernt habe. Auf die Frage ob er nach dieser langen Zeit immer noch Spaß am Segeln habe, kam die Antwort : Spaß, was ist das?

weg-nach-brasilien-076.jpg

Jockel hat das Ruder übernommen

Hinterlasse einen Kommentar

Dein Kommentar:

Kategorien