30.03.2009

28. Februar 2009

Dritter Tag auf See ETMAL 80,6nm

Diesen Tag kann man ganz schnell vergessen. Das fing gestern Nachmittag schon an als der Wind einschlief und wir nur noch 1,0 -2,1kn liefen, praktisch still standen. Die Segel schlugen wie verrückt und wir kamen keine Meile weiter. Das ging bis heute Nachmittag so, dann kam wieder Wind auf aber auch nicht zu viel. Wir fahren nur so an die 4kn. Einer der Dieselkanister ist undicht geworden und tröpfelt seinen Inhalt langsam aber beständig aufs Deck. Also muss ich versuchen ihn um zu füllen. Ich nehme den großen Kanister einen Schlauch und drei kleinere Kanister. Das funktioniert nicht ganz so. Der Schlauch ist zu kurz. Also umfüllen mit Trichter. Den Trichter in den kleinen Kanister gesteckt und den großen schräg gestellt. Das geht ca. 10sek. gut, dann kommt,wie kann es auch anders sein, eine große Welle. Der große Kanister rutscht von der Bank und schüttet mindestens ¼ l ins Cockpit und über meine Hose. Vor Wut würde ich am liebsten alles ins Meer schmeißen aber den Diesel brauche ich noch, allerdings geht meine Jogginghose über Bord. Anschließend wird das Cockpit mit Fettlösemittel eingesprüht und mit Salzwasser nachgespült. Wenigstens stinkt es nicht mehr nach Diesel. Etwas Gutes hatte der Tag bzw. die Nacht doch noch. Durch das Schlagen der Genua hat diese sich wieder ganz ausgerollt und für Annemarie und mich fast noch wichtiger, jedenfalls in dieser Nacht, wir konnten beide fast die ganze Nacht durch schlafen.

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