31.03.2009

14. März 2009

Siebzehnter Tag auf See ETMAL 90,5nm

Wir sind mal wieder so weit, Jockel tut nichts mehr. Das Wetter ist heute mal sehr schön. Viel Sonne und sehr warm, aber leider kein Wind.

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Passatwolken

Dadurch haben wir aber die Möglichkeit, das Steuerrad und den daran angeflanschten Automaten ab zu bauen. Nachdem ich ihn auseinander gebaut hatte, wurde er erst mal gründlich vom Salz und Dreck gereinigt. Der Antriebsriemen scheint wirklich nicht mehr der Beste zu sein. Danach wurde alles wieder zusammen geschraubt, die Spannung des Antriebsriemens eingestellt, alles wieder ans Steuerrad angebaut und dieses wieder an seinen Platz an der Steuersäule gesetzt. Es funktionierte nicht. Alles nochmal von vorne. So ging das drei mal und dann siehe da, er arbeitet. Dadurch haben wir natürlich eine Menge Zeit verloren, was sich auf die Tagesstrecke auswirkt. In der anschließenden Nacht gab es keinen Ärger mit Jockel. Da dieser uns die vorherige Nacht geraubt hatte, gingen wir beide in die Koje. Wie durch Zufall wache ich genau in dem Augenblick auf als das Boot anfängt zu spurten. Der Wind hatte aufgefrischt auf satte 25kn und wir hatten noch alle Segel gesetzt, d.h. gerefftes Groß mit Fock und Genua. Wir rauschten mit 7kn und ziemlicher Lage dahin. Langsam konnte es gefährlich werden. Es war nebenbei noch dunkle Nacht. Zwar war ¾ Mond, aber der war hinter Wolken versteckt. Der plötzliche starke Wind kam von einem Squall in den wir hinein gesegelt waren. Ich drehte das Schiff aus dem Wind und machte so vorsichtig wie möglich eine Halse. Das ging ganz gut. Nun standen alle Segel Back und die Fahrt war aus dem Schiff. So warteten wir beiliegend bis der Spuck vorüber war und wir konnten unsere Fahrt fortsetzen. Das war unsere erste Tuchfühlung mit einem Squall. Regen hatte er nicht so viel, nur Wind. Für morgen ist schlechtes Wetter angesagt mit viel Regen. Na das wird ja was werden.

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