12.01.2010

06. Januar 2010

Pünktlich um 09:00 Uhr war Gonzalo zur Stelle und wir können mit unserer Arbeit fortfahren. Was wir brauchen ist eine Aufhängung an der wir den Flaschenzug befestigen um dann dann den Motor auf den Steg zu befördern. Wir besorgen uns drei große dicke Pfosten, die wir zu einem Dreibein zusammenbinden. Über den Großbaum, der mit einem Balken abgestützt ist, legen wir im rechten Winkel einen langen Holzriegel und befestigen diesen am Dreibein. Das wäre schon mal der Galgen an dem wir unseren Motor aufhängen können. Es ist eine wahrlich abenteuerliche Konstruktion aber an solche Dinge habe ich mich zwischenzeitlich schon gewöhnt. Alle Befestigungen des Motors und des Getriebes sind gelöst und der Motor kann die Fahrt nach oben beginnen. Es ist wirklich eine Millimeterarbeit um den Motor aus der Öffnung zu bugsieren. Zwei Halterungen müssen dazu noch zusätzlich abgeschraubt werden aber dann ist der Motor draußen. Nun heißt es aber das fast 500kg schwere Monster drei Meter über die Reling nach links auf den Steg zu schaffen. Das wird noch abenteuerlicher als alles bisher gesehene. Links vom ersten Flaschenzug, an dem der Motor hängt (siehe Bild), wird abermals ein Flaschenzug angebracht. Dieser wird jetzt auf Spannung gesetzt, so dass er nach links zieht. Die ganze Konstruktion sieht gefährlich schräg aus. Annemarie hält sich die Augen zu, sie kann gar nicht mehr hinsehen. Ich selber warte auf den großen Knall mit dem das ganze Gestänge samt Motor zu Bruch geht. Jetzt wo der zweite Flaschenzug nach links zieht, wird der erste Flaschenzug entspannt. Der Motor hängt jetzt an dem zweiten und ist etwa einen halben Meter weiter links. Jetzt aber ist die Reling im Weg. Der Motor kann nicht so weit hochgezogen werden, dass er über die Reling passt. Vier kräftige Fischerhände heben den Motor über die Reling. Dann wiederholt sich das Spiel mit den Flaschenzügen bis der Motor auf dem Steg liegt. Nun muss aber auf einen Transportwagen in Form eines Handwagens mit einer Deichsel, Platte und vier Gummirädern. Mit dem Flaschenzug raufheben geht nicht, da ist kein Platz da. Also Motor aufladen von Hand. Schnell sind von den hier liegenden Fischerbooten zehn Leute organisiert. Zwei große Holzprügel unter die Halteseile geschoben und dann auf Kommando den Motor angehoben, den Wagen drunter und Motor ablassen. Das wars. Der Motor wird jetzt zur Werkstatt bzw. Garage von Gonzalo gebracht. Morgen werden wir daran weiterarbeiten.ftftftf-003.jpg

Der Motor ist raus

ftftftf-004.jpg

Auf dem Weg zum Steg

Hinterlasse einen Kommentar

Dein Kommentar:

Kategorien