23.02.2010

10. Februar 2010

Ob jetzt neuer bzw. reparierter Bugspriet oder nicht, jedenfalls ist er nach wie vor von hier anlegenden Fischkuttern ernsthaft gefährdet, gänzlich zerstört zu werden. Um Aufmerksamkeit für das gefährdete Teil zu erregen habe ich jetzt eine rote Warnflagge angebracht. So weit so gut aber des Nächtens sind die anlegenden Kutter schließlich nicht aus der Welt oder besser gesagt aus dem Wasser. Also brauche ich ein Warnlicht. Ich habe eine Pralinendose, bereits an der Batterie angeschlossene Kabel von den Positionsleuchten, einen Holzstab und zehn rote, stark leuchtende LED´s. Daraus habe ich dann eine brauchbare Warnleuchte gebaut. Ich komme mir vor wie Mc.Gyver, fehlt nur noch der Kaugummi. :-). Funktioniert bisher bestens. Man merkt schon beim Anlegemanöver dass die Fischer die Flagge bzw. das Licht sehen.

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Die „McGyver“ Warnlampe

Ein weiteres Problem das wir am Steg haben ist der Schwell bei Wind und wenn die dicken Containerschiffe vorbeifahren. Da springt unsere Lady wie ein Geißbock auf und ab. Das ist aber gleich wieder vorbei. Das größere Problem ist der Wind. Vor einigen Tagen hatten wir mal wieder 30kn. Da geht es ganz schön zur Sache. Die Windrichtung spielt dabei natürlich auch eine gewisse Rolle. Inzwischen ist die Lady auf der Steuerbordseite mit insgesamt 15 (!) Strängen Festmachern in der Stärke von 10-30mm „gefesselt“. Weitere drei 20 Meter lange und 12mm starke Festmacher sind auf der Backbordseite angebracht um bei Nordwind das Boot nicht dauernd an den Steg knallen zu lassen. So wie wir manchmal mit Wucht dagegen geschleudert werden hätte ein Kunststoffboot schon lange den Geist aufgegeben. Da lobe ich mir schon unsere „eiserne Lady“. Die am Steg angebrachten Autoreifen sind als Dämpfung weitaus effektiver als unsere Fender. Vor allem sind sie Widerstandsfähiger. Der große Nachteil, für uns jedenfalls, ist, dass der schwarze Abrieb des Gummis unsere ganze Farbe versaut. Was soll`s, in Uruguay oder in Argentinien muss das Boot eh an Land, denn es ist über und unter Wasser bereits wieder stark Überholungsbedürftig. Aber bis dahin ist noch Zeit, denn für den Aufenthalt in Uruguay und in Argentinien sind bis jetzt mindestens ein Jahr vorgesehen. Wir wollen dort endlich mal Landausflüge machen und nicht nur immer das ganze Geld ins Boot investieren.

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