23.02.2010

14. Februar 2010

Vor zwei Wochen wurde mal wieder eine Einladung ausgesprochen, der wir heute nachkommen wollen. Heute, Sonntag sind wir für 10:00 Uhr verabredet. Wir stehen etwas früher auf, wir sind beide Langschläfer, um rechtzeitig „Landfein“ zu sein, wenn wir abgeholt werden. Es wird Zehn, viertel nach Zehn, halb Elf, keiner kommt uns abholen. Na, was soll`s, die haben das sicher vergessen. Ist ja auch schon zwei Wochen her, dass wir uns verabredet haben.

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Gisela mit ihrem Sohn

Nächster Tag. Wir sind vor einer viertel Stunde aufgestanden, gerade beim Frühstück als jemand nach uns ruft. Annemarie schaut raus und es wartet jemand auf uns der uns zur ausgemachten Verabredung abholen will. Ach ja, denken wir uns, haben sich wohl um einen Tag vertan. Es war doch Sonntag und nicht Montag ausgemacht. Aber was soll`s. Schnell fertig gemacht und mitgefahren. Wie wir gerade so durch Rio Grande fahren sage ich noch zu Annemarie: „es ist aber sehr ruhig heute, wenig Verkehr“. Wir kommen an einem großen Supermarkt vorbei der geschlossen hat. Annemarie fragt unseren Fahrer ob der denn nicht auf hat. Nein, heute am Sonntag nicht, ist die Antwort. Ach du grüne Neune, das war ein Satz mit X, war wohl nix. Wir haben uns um einen ganzen Tag vertan, nicht unsere Gastgeber! Da waren wir wohl mal unserer Zeit wieder voraus. Das ist der ganz normale „Rentnerstreß“. Kann vorkommen. Bei unserer Gastgeberin vermeiden wir es peinlichst darüber auch nur ein Wort zu verlieren. Gisela, so der Name ist Brasilianerin, spricht aber deutsch. Ihre Eltern sind während des letzten Krieges von Pommern nach Brasilien geflohen.

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Giselas Sohn mit Frau

Ihr Sohn aber spricht leider nur portugiesisch. Sie aber erhält sich ihr deutsch durchs Fernsehen. Über Kabel sieht sie Deutsche Welle TV. Sie zeigt uns noch Bilder von ihren Eltern und sogar ein Bild von dem Schiff mit dem ihr Vater als Zwanzigjähriger hier ankam. Der Sohn interessiert sich sehr für unsere Fahrt von Lanzarote nach Brasilien und ich muss ihm alles genau erklären, was ich auch tue. So lange ich meine Hände dazu gebrauchen kann klappt die Verständigung auch ganz gut. Selbst seine Frau, was hier wirklich ungewöhnlich ist, zeigt sehr viel Interesse und hat auch viele Fragen über die Fahrt, über unser jetziges und früheres Leben, über Deutschland usw. Wir bleiben den ganzen Tag über da und erst am Abend, es ist schon dunkel, werden wir zurück zu unserem Boot gebracht. Es war ein schöner Tag

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Abends am Steg

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