23.02.2010

19. Februar 2010

Gonzales hat, nach längerer Pause, mal wieder Zeit für uns bzw. unseren Motor. Erst musste er für die Fischer arbeiten, dann fuhr er nach Uruguay zu seiner Familie, seine Mutter hatte Geburtstag. Während dieser Zeit schöpfe ich das restliche Wasser aus dem Tank und Annemarie bepinselt den Motorraum mit frischer Farbe. Allerdings war die Schöpfarbeit umsonst, da es wieder mal regnet, der Tankdeckel und der Deckel des Motorraumes, sprich Boden des Cockpits, offen ist und der Regen den Tank wieder auffüllt. Da kommt so richtig Freude auf. Macht nichts, leeren wir den Tank dann eben nochmal. Man gönnt sich ja sonst nichts. Aber nun weiter mit dem Motor. Er ist so weit fertig zusammengebaut. Es sind nur noch Kleinigkeiten zu erledigen. Nachdem das alles geschehen ist, wird der Motor provisorisch zum Probelauf hergerichtet. Wir stellen ihn auf eine feste Unterlage und befestigen ihn, damit er nicht umfallen kann. Dann fülle ich Motoröl auf. Passen doch da tatsächlich 10 Liter rein. Da der Motor erst mal ohne Wasserkreislauf laufen soll bleibt der Auspuff weg, da diesem der Wärmetauscher vorgeschaltet ist und dessen Innenleben würde es ohne Kühlung nicht überleben. Wir merken beim Anbau der Dieselleitungen, dass zwei davon verstopft und auch mit Pressluft nicht frei zu bekommen sind. Ersatzleitungen haben wir im Moment nicht, also werden vorläufig die eines anderen Motortyps zurecht gebogen und angeschraubt. Die Autobatterie aus Gonzales` Auto wird ausgebaut und mit dem Anlasser verbunden. Dann werden Einspritzpumpe und Leitungen samt Filter entlüftet. Nun kommt die Stunde der Wahrheit. Das Pluskabel an die Batterie gehalten und nach einigen Umdrehungen ein fürchterlicher Krach und Funkenflug aus den Abgasaustrittslöchern am Zylinderkopf, an denen der Auspuff angeschlossen wird. Der Motor läuft gleichmäßig und ohne Vibrationen. Lastwechsel nimmt er schnell und gleichmäßig an. Als der Motor dann anfängt sich aufzuwärmen schalten wir ihn ab um ihn nicht zu Beschädigen. Bravo Gonzales, gut gemacht. Nachdem der Motor wieder abgekühlt ist, füllen wir Wasser in die Rohre ein aber ohne den Wassertank anzubauen. Dann starten wir den Motor nochmal und können ihn ca. 5 Minuten laufen lassen bevor das Wasser mehr als 40°C erreicht. Er läuft wirklich gleichmäßig rund. Wir schalten ihn wieder ab und lassen ihn auskühlen. Jetzt müssen wir nur noch zwei Dieselleitungen besorgen, den Motor mit einem Hochdruckreiniger von Öl und Fett befreien damit er neu lackiert werden kann. Dann warten wir einen ruhigen Tag ab, an dem es weder regnet noch Wind weht, um den Motor wieder an seinen angestammten Platz zu befördern.

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